Proktologische Erkrankungen

Keine Körperfunktion ist so unterschiedlich und abhängig von äußeren Einflüssen wie der Stuhlgang. Alter, Essgewohnheiten, soziale und kulturelle Faktoren sowie persönlicher Gemütszustand bestimmen mit, wie der Stuhl beschaffen ist und wie häufig entleert wird. 

Manche Menschen tun dies zwei- bis dreimal am Tag, andere haben nur zwei- bis dreimal in der Woche Stuhlgang. Viele Menschen verschwenden keinen Gedanken an ihre Verdauung, manch andere haben immer wieder Probleme damit, die durchaus auch chronisch werden können.

Proktologische Erkrankungen

Stuhlinkontinenz: Probleme den Stuhl zu halten

Analfissur: Schmerzhafte, blutende Einrisse des Afterkranzes und der -schleimhaut

Analabszess: Akuter Vorläufer einer Analfistel mit plötzlich auftretender Ansammlung von Eiter

Perianalthrombose: Blutgerinnsel in den äußeren Venen des Afters („äußere Hämorrhoiden“) 

Vergrößerte Marisken: Hautlappen am After 

Analekzem (Pruritus ani): Analjucken mit Rötung der perinalen Haut

Analkarzinom / Rektumkarzinom: Bösartiger Tumor des Analkanals oder Rektrums. Erste Warnzeichen: Die für Sie normale Art und Häufigkeit der Stuhlentleerung ändert sich plötzlich. Es kommt zu langanhaltender Verstopfung oder Durchfälle. Der Stuhldrang steigt an, bei Winden geht etwas Stuhl ab. Der Stuhl enthält geringe Spuren von Schleim und dunkelrotem bis schwarzrotem Blut. Leider stellen sich erst spät Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Blutarmut und Gewichtsverlust ein. Entwickelt sich Krebs in der Nähe des Afters, kann man ihn bei der Körperreinigung meist ertasten.

Feigwarzen (Condylomata acuminata): Feigwarzen werden fast immer durch Viren (HPV humanes Papillomvirus) verursacht. Sie werden in Niedrigrisikotypen (HPV Typ 6 und 11) und Hochrisikotypen (HPV Typ 16 und 18) eingeteilt. Sie können das Risiko für Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs und Peniscarzinom erhöhen. Viren können durch Geschlechtsverkehr (Anal, Vaginal, Oral), direkten Intimkontakt, gemeinsame Handtücher oder auch als Schmierinfektion übertragen werden. Eine Proktologische Untersuchung ist hier einer der wichtigsten Schritte zur Diagnosesicherung. 

Chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED): Unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) versteht man wiederkehrende (rezidivierende) oder kontinuierliche entzündliche Erkrankungen des Darmes. Die beiden häufigsten Vertreter sind die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn. Eine genetische Prädisposition scheint mitverantwortlich zu sein. Häufige Symptome: schleimiger Durchfall, Krämpfe, blutiger Stuhl, Abszesse und Fisteln. Eine frühzeitige Untersuchung durch den Gastroenterologien / Proktologen kann einen komplizierten Krankheitsverlauf verhindern.

Darmpolypen: Sie machen meisten keinerlei Beschwerden. Bisweilen finden sich Spuren von Blut und Schleim im Stuhl. Darmpolypen bilden sich bei etwa sieben Prozent aller Menschen. Die seltene Erkrankungsart, bei der sich viele Polypen auf einen Darmbereich konzentrieren, ist erblich bedingt.


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